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Blogeinträge (themensortiert)

Thema: Texte

Der Teller

Wir sind alle Individuen. Keiner gleicht dem anderen. Jeder denkt und fühlt anders. Und doch sind wir nicht dazu geschaffen, als Individuum zu Leben.

Wir suchen die Gemeinschaft im Großen(Menschsein im Allgemeinen,Gesellschaft, Beruf, Freunde) wie im Kleinen(Zwischenmenschlichkeit, Liebe, Partnerschaft).

Genauso schwierig wie es ist, ganz man selbst zu sein, ist es natürlich auch schwierig den richtigen Partner zu finden oder selbst der richtige Partner zu sein, was im besten aller Fälle natürlich zusammentrifft.

Wie findet man jetzt den Menschen, der wirklich zu einem passt?

Als Mensch unterscheiden wir uns auf den vielfältigsten Ebenen, z.B.: die eigene Gedankenwelt, die Gefühlswelt, die eigene Sexualität etc.

Jede dieser Ebenen hat für mich die Form eines Tellers. Eines großen flachen Tellers mit einem breiten Rand wie man sie aus der gehobenen Gastronomie kennt.

Nun sind diese Teller nicht einfach nur weiss, sondern auf Ihnen sind unsere Eigenschaften aufgemalt. Es sind sehr bunte Teller mit größeren Flecken für sehr stark ausgeprägte Eigenschaften die vorallem im Zentrum des Tellers zu finden sind. Die Dinge, die uns nicht so liegen, finden dann ihren Platz irgendwo zwischen der Mitte und der kleinen Kante auf den Rand des Tellers und Dinge die uns fremd sind, die wir nicht mögen, die findet man komplett auf dem Rand.

Wir selbst sind wie eine Kugel, die auf dem Teller hin und her rollt, durch die Bewegungen des Lebens. Hat man seine persönliche Mitte gefunden, dann ruht die Kugel genau über dem Bereich, der einem besonders gut gefällt, mit dem man sich identifiziert. Natürlich versucht man im Laufe seines Lebens auch mal andere Dinge zu probieren, rollt mal etwas mehr an den Rand, versucht etwas Neues und manchmal bekommt man sogar einen Schubs und schafft es über die Kante auf den Rand zu gelangen. Aber so sehr man es dann vielleicht auch für kurze Zeit geniesst, mal etwas ganz anderes zu tun, die Schräge des Tellerrandes und die Schwerkraft sorgen dafür, dass man wieder herunterrollt und wieder auf seiner Mitte landet.

Menschen die sich suchen, sollten Ihre Gefühls-,Gedanken- und all die anderen Teller vergleichen, die Muster sollten wenigstens ein bisschen zusammen passen.


© Abendrot

Nickname 20.11.2005, 20.28 | (0/0) Kommentare | PL

Es gibt viele Wege

Einst ging ich einen Weg, nachdem ich schon viele Wege gegangen war, schien mir dieser EINE die richtige Richtung zu haben. Nun es war kein einfacher Weg, überall lagen Steine herum und er war auch nicht sehr breit, dafür aber fing direkt neben ihm der Abhang an. Trotzdem hatte dieser Weg etwas besonderes. Egal zu welcher Tages und Nachtzeit ich auch marschierte, an seinem Ende konnte ich stets ein Licht sehen, dass mich leitete. Nie hatte ich das Gefühl, ich könnte mich verirren oder gar zu Schaden kommen. Und so lief ich diesen Weg, denn es machte mich glücklich, ihn gehen zu können.

Doch es gibt viele Wege, die es lohnt zu gehen.

In mir gibt es einen tiefen Glauben, einen Glauben an den EINEN richtigen Weg. Ich glaube so fest dran, dass es ihn gibt, dass es mich auch nicht erschütterte, als ich feststellen musste, dass mein Weg nicht dieser EINE Weg war. Es lag nicht an dem Weg, der war schon in Ordnung. Er gab mir die Straße unter den Füssen und ein Licht am Ende. Er gab mir täglich neue Herausforderungen und zwischendurch Plätze zum Verweilen und Ausruhen. Und doch so fest ich mir auch wünschte, er sei es ... der EINE Weg , er konnte es doch nicht sein. War es ihm doch nur beschwert, ein Weg zu sein, ein einfacher Weg eben.

Doch es gibt viele Wege, die es lohnt zu gehen.

Nun da ich den Weg hinter mir gelassen habe, stehe ich an einer Kreuzung, wie es wohl auch sehr viele auf dieser Welt gibt. Einen neuen Weg zu gehen, beginnt immer mit einer Entscheidung ... der Entscheidung, welchen Fuß setze ich zuerst vor den Anderen und dann noch eine weitere Entscheidung in welche Richtung drehe ich meine Fußspitzen und auf welchen Weg biege ich nun ab. Es wird noch viele weitere Entscheidungen geben auf einem Weg, springe ich über diesen Stein oder laufe ich lieber drumherum, gehe ich etwas schneller oder laufe ich lieber langsam. Ein guter Weg ist mit Sicherheit nicht der Leichteste, auf dem du wenige Entscheidungen treffen musst, aber natürlich sind ab und zu ein paar leichte Passagen ganz nützlich, um wieder Kräfte zu sammeln und zum Nachdenken. Hauptsache du machst den ersten Schritt.

Denn es gibt viele Wege, die es lohnt zu gehen.

Es gibt keine Karte in der unsere Wege eingezeichnet sind, das macht es so schwer, den EINEN richtigen Weg zu finden. Es gibt zwar einen Kompass, den jeder mit sich herumträgt, doch wie das so ist mit einem Kompass ... manchmal kann er einfach nicht die richtige Richtung zeigen, vielleicht weil irgendeine Kraftquelle ihn anzieht oder irgendein Kraftfeld seine Funktion stört. Dafür kann unser Kompass nichts, niemand kann seinem Herzen verbieten sich zu irren. Trotzdem werde ich meinem Herzen weiter vertrauen, sehen wohin die Nadel ausschlägt und den ersten Schritt machen.

Denn es gibt viele Wege, die es lohnt zu gehen.

© Abendrot

Nickname 19.09.2005, 19.46 | (2/2) Kommentare (RSS) | PL

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